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Herbstimpressionen

Herbstlied

Der Frühling hat es angefangen,
Der Sommer hat’s vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht!

Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus,
Und geht dann wie am Bettelstabe,
Ein armer Mann, nach Haus.

Voll sind die Speicher nun und Gaden,
Dass nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht.

Er will uns ohne Dank erfreuen,
Kommt immer wieder her:
Lasst uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798 – 1874)

Liebe Eltern!
Sie sind auf der Suche nach einem Betreuungsplatz?
Dann rufen Sie uns an!
Im Oktober 2012 stehen durch den Kindergartenwechsel nur noch 3 Vollzeitplätze in unserer Großtagespflegestelle zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Euch!

Hilfe – das Haushaltsgeld reicht nicht!

In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger für Familien, mit dem zur Verfügung stehenden Geld auszukommen.
An den vier Nachmittagen werden Tipps und Informationen zu folgenden Themen gegeben:

1. Haushaltsplan, Haushaltsbuch
2. Preiswert und gesund – Ernährung für die Familie
3. Finanzielle Hilfen und staatliche Unterstützungsmöglichkeiten
4. Wie schütze ich mich vor der Schuldenfalle?

Die Kursreihe des Familienzentrums findet statt in Kooperation mit dem Diakonischen Werk in Stadthagen.

Veranstaltungsort: Familienzentrum Stadthagen

Zeitraum: Mi. 14.09.2011

Veranstaltungstage: MI Dauer 4 Nachmittage

Uhrzeit: 16:00 – 17:30

Stunden: 8

Kosten: 0,00 €

Kursnummer : 160715

Dozent / Dozentin Ulrike Dommnich

Ansprechpartner: VHS Schaumburg 05721 / 7870

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Schweigen im Kinderzimmer

Deutsche Eltern reden zu wenig mit ihren Kindern, sagt eine Unicef-Studie – und umgekehrt, sagen viele Eltern

Den Prozentzahlen nach ist das Verhältnis von Kindern und Eltern in deutschen Familien doppelt so schlecht wie in Italien. Denn nach der gestern vorgelegten Unicef-Studie antworteten hierzulande nur etwas mehr als 40 Prozent der 15-Jährigen, dass sich ihre Eltern mehrfach in der Woche mit ihnen unterhalten. In Italien sagen dagegen 85 Prozent der Gleichaltrigen, dass ihre Eltern regelmäßig mit ihnen sprechen. Deutschland liegt, was das innerfamiliäre Gespräch angeht, statistisch auf dem letzten Platz unter 25 Industrienationen.

Wie es zu diesem Schweigen im Kinderzimmer kommt und was es genau bedeutet, hat Unicef nicht ermittelt. “Es zeigt im Nationenvergleich aber eine deutliche Tendenz, dass die Kommunikation zwischen deutschen Eltern und Kindern spärlicher ist als etwa in Italien”, sagt Unicef-Sprecherin Kuhn. Ein Erklärungsmuster für schlechte Eltern-Kind-Beziehungen, die in der Unicef-Studie benannt werden, nämlich “Bildungsferne” und Armut, kennt man in Berlin längst.”Das Ergebnis überrascht mich nicht”, sagt zum Beispiel Aysel Algan, die in Neukölln als “Kiezmutter” sozial schwache Migrantenfamilien betreut. Sie und ihre Kolleginnen stellen bei Hausbesuchen immer wieder fest, “dass Fernseher und Computer ständig laufen, es gibt wenig Raum für Gespräche in der Familie”. Es sei ein langer Prozess, den Familien Alternativen aufzuzeigen, sie zum Spielen mit oder Vorlesen für ihre Kinder zu animieren. Bei deutschstämmigen Hartz-IV-Haushalten sieht es nicht anders aus.

Computer und Fernseher werden aber auch in Mittelschichtfamilien immer wieder als Gesprächsverhinderer genannt – allerdings auch von den Eltern. Kinder wie der 11-jährige Max aus Mitte gucken lieber RTL oder Viva und spielen am Computer, statt mit den Eltern zu reden. “Eltern haben es heute schwer, mit den vielen Programmangeboten zu konkurrieren”, berichtet Max’ Mutter Martha Wedel, von Beruf Ärztin. “Wir haben sogar eine schriftliche Vereinbarung mit Max gemacht, dass er tagsüber nicht zu viel fernsieht.”

Mit seinen Kindern zu sprechen erfordert aber vor allem eins: Gemeinsame Zeit. Familien wie die Wedels oder die von Saskia Donath, Sekretärin im Wissenschaftszentrum Adlershof, pflegen deshalb penibel das Ritual des gemeinsamen Abendessens. “Die Familie zerfleddert sonst”, sagt Wedel. Der Stress für Eltern und Kinder sei heute viel größer als früher in der DDR, berichtet Saskia Donath, Mutter zweier Schulkinder. “Da kann es schon passieren, dass man abgehetzt nach Hause kommt und nicht sofort den Nerv hat, mit den Kindern über ihre Schulnoten zu reden.” Auch bei ihr ist gemeinsames Essen Pflicht, ebenso bei Familie Schwarz in Moabit. Peter Schwarz, Krankenpfleger an der Charité, liebt es, mit Sohn und Tochter, beide Teenager, beim Essen ausführlich zu reden. Das scheitert häufig an Arbeitszeiteinteilungen, “bei denen unsere Chefs keine Rücksicht auf die Belange von Familien nehmen”, moniert Schwarz. Da müsse mehr für eine familienfreundliche Arbeitswelt getan werden. Ob das nutzt, bezweifelt Laura Munoz aus Wilmersdorf. Als gebürtige Spanierin wundert sie das Schweigen im deutschen Kinderzimmer nicht. Ihre Erfahrung: “Die Deutschen reden auch sonst nicht sehr viel.”

Autor Thomas Rogalla, Quelle BZ 15.02.2007 Seite 21

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