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Was ist Großtagespflege?

Die Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform im familiennahen Umfeld. Sie ist gleichrangig mit der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung. Eltern können zwischen den verschiedenen Betreuungsformen diejenige auswählen, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Die Kindertagespflege ist in drei Formen möglich

* Kindertagespflege im Haushalt der Tagesmutter

* Kindertagespflege im Haushalt der Eltern

* Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen- Großtagespflegestellen

Großtagespflegestellen – kurz GTP

Großtagespflege ist eine Form der Tagesbetreuung gem. § 22 SGB VIII von Kindern im Alter ab neun Wochen bis 14 Jahre.
Die Tagesbetreuung im Rahmen der Großtagespflege findet in einer Gruppe von mindestens sechs bis maximal zehn Kindern statt, die
Zusammensetzung der festen Kindergruppe kann altersgemischt sein.

In einigen Bundesländern ist es möglich, die Kinderbetreuung in sogenannten “Großtagespflegestellen” zu organisieren. In der Regel betreuen dann zwei Tagespflegepersonen zeitgleich jeweils maximal 5 Kinder. Die Betreuung findet in kindgerechten Räumen innerhalb einer Wohnung oder eines Hauses einer Tagesmutter oder in extra angemieteten Räumen statt. Die Ausgestaltung und Qualitätsstandards dieser Tagespflegeverhältnisse können sehr unterschiedlich sein. Diese wurden bzw. werden in den Bundesländern und Kommunen ausgeführt.

Die Sicherung von Qualitätsstandards, fachliche Beratung und fachliche Begleitung der Tagesbetreuungspersonen, Überprüfung
der Geeignetheit jeder Tagesbetreuungsperson sowie die Prüfung der Geeignetheit der räumlichen Voraussetzungen, obliegen ausschließlich dem Jugendamt.

Das Landesrecht regelt auch, unter welchen Voraussetzungen Räume als “geeignet” beurteilt werden können.

Hierzu gehören

  • ausreichend Platz für Spielmöglichkeiten,
  • eine anregungsreiche Ausgestaltung,
  • geeignete Spiel- und Beschäftigungsmaterialien,
  • unfallverhütende und gute hygienische Verhältnisse
  • insbesondere für Kleinkinder eine Schlafgelegenheit
  • Möglichkeit des Spielens und Erlebens in der Natur, in Wald- oder Parkanlagen

Für die Betreuung in einer GTP ist eine Erlaubnis durch das zuständige Jugendamt erforderlich. Dabei wird die Sachkompetenz und Persönlichkeit der Tagesmütter überprüft. Hierzu gehört unter anderem die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnis sowie der Nachweis der pädagogischen Qualifikation.

Die Ersatzbetreuung wird innerhalb der Großtagespflege sichergestellt, entweder durch gegenseitige Krankheitsvertretung der beiden Tagesbetreuungspersonen oder im zusätzlichen Bedarfsfall (Betreuung von mehr als fünf Kindern) durch Aushilfe weiterer Tagesbetreuungspersonen.

Quelle: www.handbuch-kindertagespflege.de

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